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Observer
                    Flugerprobung Observer
RC Modellflug

Observer

Ein Modell, entwickelt für "Luft-Luft" Aufnahmen

 

Das Konzept Konstruktion Baufortschritt Flugerprobung
 

  

28.04.2018

Da steht nun mein Observer auf der Piste. der Motor konsumiert mit der montierten APC E 14x8.5" 61 Ampere was einer Eingangsleistung von rund 910W entspricht. Das ist mehr als genug Leistung für knapp 3.5kg Fluggewicht.

Nun um es kurz zu machen, der Jungfernflug dauert nicht wirklich lange. nach geschätzt 1.5s in der Luft erfolgte der Einschlag...

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Was war passiert? Schon beim beschleunigen merkte ich, dass das Modell so richtig am Boden "klebte". Nun das war ja nicht so überraschend mit dieser Motoranordnung, also habe ich etwas beherzter gezogen und wirklich ging es sofort in die Luft! Aber viel zu steil; also Höhe etwas nachlassen und schon nahm das Modell die Nase blitzschnell nach unten und schlug geschätzt nach 20m in einem recht steilen Winkel ein... Wie man sehen kann war da wirklich schon einiges an Energie aufgebaut worden in der Luft,  die sich dann im "Modell ausgetobt hatte".

Im Nachhinein ist man ja immer klüger; so hat kurz darauf ein Kollege, das nach hinten geneigte Mitteltriebwerk der DC-10 erwähnt, ich habe den Motor horizontal eingebaut. Andererseits habe ich maximal kurz mit geschätzt "40% Höhe" das Modell vom Boden weggezogen, bei Vollgas. Das anschliessende Nachlassen der Höhe hat dann aber sogleich zu einem sehr steilen "Sinkflug" geführt.
Ich habe einen relativ kurzen Hebelarm für das Leitwerk gewählt, weil ich ja den Schwerpunkt in den Griff bekommen musste. Somit war die Reaktion des Höhenruders erwartungsgemäss direkt, darum habe ich auch schon von Anfang an 50% Expo auf diesen Kanal gegeben. Ich bin überzeugt, dass man dieses Modell hätte fliegen können, wenn es korrekt eingetrimmt ist; aber die Ruderreaktion auf die Höhe währe sicher immer sehr kritisch gewesen. Vielleicht hätte das Modell überlebt, wenn ich das Gyro-System doch schon am Anfang aktiviert hätte...
Der Akku ist übrigens noch gut 10 Meter weiter geflogen, auf der einen Seite deutlich ei Lipongebeult. Er hat sich dann wegen eines internen Kurzschlusses deutlich erwärmt auf geschätzt etwas um die 50°C. So hat er sich dann langsam selbst "entladen", am nächsten Morgen war er dann komplett "kalt und Tot"... Dieser Verlust ärgert mich übrigens als einziges, denn damit habe ich ein 4S1P Akkupaar für meine 2-Mot's verloren...

Hier ist schön zu sehen, dass der grösste Teil der Absturzenergie von der Bugsektion "absorbiert" wurde, die ist nämlich bis vor den Flügel regelrecht "pulversiert" worden (gut war die Frontkamera noch nicht installiert...) Das Mittelsegment des Rumpfes weist keine Schäden auf, dafür hat sich das Heck an der schwächsten Stelle in Richtung Rumpf geschoben, wobei dieses Teil durch den Schweren Motor sicher gleichzeitig in einem Bogen nach vorne geschwenkt wurde um dann in der Linken Landeklappe einzuschlagen. Dabei muss sich dann auch der Motor komplett von der Motorgondel gelöst haben...

 

Egal, jetzt geht es (logischerweise) erst einmal wieder zurück in die Werkstatt...

16.06.2018

Da steht die Observer nun also das zweite mal bereit für einen Jungfernflug. Mit der ersten Version hat das Modell, auf den ersten Blick, nicht mehr all zu viel zu tun. Alleine schon die Farbgebung sorgt für eine deutlich anderes Aussehen...

16.06.2018

Vor dem Flug kam zuerst noch der Zusammenbau, neben dem schon vorher eingebauten 15pol-Stecker kam noch eine MPX 6-pol Verbindung dazu, um die beiden Motorregler ansteuern zu können.

16.06.2018

Für die Stromversorgung kommen zwei 3S1P Lipo Akkus mit 4000 mAh zum Einsatz. Zusammen konsumieren die beiden Motoren rund 1000W was für ein Modellgewicht von rund 4000g mehr als ausreichend ist (ca. 250g/1kg Fluggewicht).
Der Schwerpunkt passt genau so wie am CAD geplant, ohne ein Gramm Trimmgewicht.

16.06.2018

Ready for Take off... Flugaufnahmen habe ich leider noch keine. aber ich darf sagen, dass das Modell gut fliegt. Für seine Grösse, darf es nicht mehr schwerer werden, Landungen müssen also mit etwas mehr Geschwindigkeit geflogen werden als ich es heutzutage gerne hätte. Aber schliesslich fliegen auch zwei Kamerasystem und zwei Fluggakkus "mit"...

Die Landeklappen wirken gut und erleichtern die Landungen, da sie durch ihren zusätzlichen Luftwiderstand die Geschwindigkeitseinteilung erleichtern. So kann mit erhöhtem Gas angeflogen werden, und wenn dann über dem Pistenanfang das Gas weggenommen wird, baut sich die Restfahrt beim Ausschweben schnell genug ab. Der Gleitwinkel ohne Klappen ist nämlich erstaunlich gut. Es hat sich gezeigt, dass der Höhenruderausschlag noch vergrössert werden muss, das Modell kann nämlich in der Schlussphase vor dem Aufsetzten nicht genügend stark angestellt werden...

Die GoPro II Kamera, die nach unten Fotos ausgerichtet ist, hat gute Bilder gemacht. Das Links ist ein Bildausschnitt. Die rote "Finne" oben, ist das Ende des Bugfahrwerk-Schutzblech.
Die Kamera war hier recht stark nach vorne geneigt und da sie Weitwinkelaufnahmen macht, kam so dieser Teil des Fahrwerks doch noch ins Bild.

Auch die Bugkamera hat gute Filmaufnahmen geliefert. Wie man hier sehen kann, ist das Bild links und rechts durch den Windschild begrenzt. Hier habe ich versäumt auch den horizontalen Blickwinkel der Kamera zu berücksichtigen; aber das lässt sich ja noch korrigieren...
30.06.2018

Jetzt ist das Modell fertiggestellt. Mit den Beschriftungen bekam der Observer auch sein "Gesicht".
 

30.06.2018

Das Modell lässt sich angenehm fliegen und ist auch recht schnell, wenn man es darauf anlegt.

30.06.2018

In Bodennähe lässt es sich gut beherrscht, auch langsam, herumkurven.

 

30.06.2018

Dank der Landeklappen gelingen Landungen, mit dem jetzt vergrösserten Höhenruderausschlag ohne grössere Probleme. Die 4kg Fluggewicht auf diese Grösse, machen sich aber durchaus bemerkbar. "Hereinschleichen "wie mit anderen Modellen geht hier definitiv nicht...

30.06.2018

Dank der roten Unterseite, lässt sich das Modell auch in grosser Höhe noch gut erkennen. Das ist wichtig wenn mit der GoPro Luftaufnahmen vom Boden gemacht werden sollten. Die ist hier gut zu erkennen, sie liegt gleich hinter dem Bugfahrwerk.

30.06.2018

Somit findet ein interessanten und auch lehrreiches Projekt seinen vorläufigen Abschluss. Das Filmen und Fotografieren in den verschiedenen Situationen muss jetzt natürlich geübt werden, aber die Saison ist ja noch lange...

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Letzte Aktualisierung: 01. Juli 2018        

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