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Pegasus Update

Eigenkonstruktion, FMT Artikel 4/98 und 5/98

Ich habe im Sommer 2021 damit begonnen, die schon etwas ältere Pegasus auf neue Antriebe umzurüsten...
(Jungfernflug 1996)

2021
"2. Flügel" Umrüsten auf Impeller Brushless Antriebe
2023
Umrüsten der Propeller auf Brushless Antriebe
   

   

Technische Daten

Modelltyp:  E-Motorflieger
Jungfernflug:  1996
Spannweite:  1800 mm
Flügelfläche:  47.7 dm²
Funktionen (Servos):  - 2 x Querruder
 - Höhenruder
 - Seitenruder/Bugrad
 - Motorregelung
Flugakku:  Lipo 3S1P 5000 mAh 
   
Impeller-Version Propeller-Version (noch im Bau)
Comeback 1. Flug: 09.09.2021 Comeback 1. Flug  19.12.2023
Gewicht:  2340 g Gewicht:  2550 g
Flächenbelastung:  49.1 g/dm2 Flächenbelastung:  53.5 g/dm2
Motoren:  Brushless FMS 2840-KV 3900 1/min/V Motoren: D-Power AL3530-12
KV 1270 1/min/V
Impeller:  FMS 64mm, 11-Blatt Propeller:  9 x 6" APC E
Stromaufnahme:  87 A (zusammen) Stromaufnahme:  -
Max. Geschwindigkeit horizontal *):  ca. 72 km/m Max. Geschwindigkeit horizontal *):  ca. 87 km/h
Max. Geschwindigkeit im  Bahnneigungsflug *):  ca. 102 km/h Max. Geschwindigkeit im  Bahnneigungsflug *):  ca. 103
Geschwindigkeit Landeanflug *):  ca. 37 km/h Geschwindigkeit Landeanflug *):  ca. 32 km/h

 *) Mit GPS gemessen, wie ich dabei vorgehe

 
Die gemessenen Geschwindigkeiten zeigen schön, wie ineffizient in diesem Fall der Impellerantrieb ist im vergleich zu den Propeller. Ausser dem tollen Impeller Sound sind die Flugleistungen schlechter als mit Propeller...
 

 

Noch bis in den August 2021 bin ich die Pegasus mit den bisherigen Antrieben geflogen. Im Frühling 2021 habe ich die Kameraaufnahme schon mal abgebaut um das Fluggewicht etwas zu verringern.

Aber dann ging es los mit dem "Grossen Umbau...


Impeller Umbau 2021

   


1996

 

 

Schon 1996 habe ich einen zweiten Flügel gebaut, und an diesem 5-Blatt-Impeller montiert. Diese waren aber deutlich schwerer und mit den Speed 600 Bürstenmotoren auch nicht wirklich "stark"

 

 

 

Dann aber habe ich den sehr günstigen kleinen Impellerantrieb von FMS kennen gelernt, und in mir reifte der Gedanke, das währe doch eine Möglichkeit das Modell nochmals auf ein "neues Level zu bringen".

Es liegen Jahrzehnte zwischen diesen Antrieben, links die aus den 90er  mit Ø85 mm, und rechts einer der neuen (Ø64 mm). Der Impeller von FMS kostet mit Motor, weniger als die Hälfte von dem, was ich 1996 nur für die Impeller selbst bezahlen musste (ohne Motor).

Für die Impeller habe ich spezielle Aufnahmen konstruiert und gedruckt. In diese lassen sich die Impeller einschieben und mit zwei Schrauben sichern. Die Aufhängung ist direkt am Gehäuse angeformt.
Düse und Halterung sind nur mit Spritzspachtel und schleifen "geglättet" vor dem lackieren, um möglichst wenig zusätzliches Gewicht zu bekommen. Der Austritts-Querschnitt ist gleich dem Ringförmigen Eintritts-Querschnitt.
Im mittleren Teil wurde der "Impeller-Flügel" geöffnet. Die schon vorhandenen einfachen Halerungen wurde "beidseitig "verdoppelt" um die neuen Gondeln sicher halten zu können. Die beiden Brushless-Regler (60A) wurden im Nasenbereich eingebaut. Auch ist eine Buchse für die Servokabel eingebaut und eine Hochstrombuchse für die Impeller.
Die Unterseite ist jetzt mittig schwarz bespannt. Damit die Regler gekühlt werden ist vorne ein schmaler Spalt, mit einer "Einlauflippe" eingebaut. Über die grosse "Ablufthutze" wird die Kühlluft wieder nach aussen geführt.
Es hat sich gezeugt, dass so die Regler kaum mehr als "lauwarm" werden, so gut funktioniert diese Kühlung...

Diese neuen Impeller machen sich im vergleich zu den ersten natürlich viel besser. Auch der Sound dieser beiden, synchron drehenden Einheiten ist "unvergleichlich".
Leistungsmässig passen diese leistungsstarken Impeller jetzt nicht unbedingt zur Auslegung der Pegasus. Ab Halbgas und mehr nimmt die Geschwindigkeit nicht mehr all zu viel zu, da steigt dann der Widerstand, des mit einem Clark Y profilierten Flügel, zu stark an. Trotzdem wird eine deutlich höhere Geschwindigkeit erreicht, als es jemals möglich war...

Was aber auch auffällt, ist der jetzt sehr gute Gleitwinkel mit abgestellten Antrieben. Er ist viel besser als mit (abgestellten) Propeller(Flügel).

Der Gleitwinkel ist so gut, dass ich bei den Landungen beide Querruder um gut 70% des Weges nach oben stelle, um so die Sinkrate etwas zu steigern. So gelingen dann auch wieder passende Landungen mit einem "normal steilen" Anflug...

 

Die Pegasus ist jetzt, mit diesen leichten Impeller noch nie so leicht gewesen wie heute. Sicher die Flugzeit ist nicht all zu hoch, wenn sie schnell geflogen wird. Aber die Regler und Motoren bleiben kühl, und es macht einfach Spass, das jetzt mehr als 25 Jahre alte Modell wieder zu fliegen

Aber in dieser Konfiguration ist es schon eher eine "Energie-Vernichtungs-Maschine" als ein effizientes Flugzeug.

   

Brushless-Umbau der Propellerantriebe 2023

 

30.09.2023

Die alten "Riemenmotor Antriebe" (Speed 600 Turbo BB 12V), sind auf 10x10 mm Kieferleisten montiert. Da die fest verklebt und verschraubt sind mit den Flügelrippen, sollen auch die neuen Motoren an ihnen installiert werden.

 

03.11.2023 (Konstruktionsstart)

Bei der Konstruktion der neuen Motoraufhängungen musste ich darauf achten, dass sich in etwa gleich viel Gewicht, an der gleichen Position befindet (auf den Schwerpunkt bezogen) Ich möchte ja nicht, dass sich der Schwerpunkt des Modells verändert wenn der eine oder andere Flügel aufgesetzt wird.

Da der Impellerantrieb, relativ umfangreiche Gehäuseteile aufweist (Gewichtsmässig um die 200 g), konnte ich richtige Motorgondeln konstruieren.

Die Grösse der Motorgondeln richtete sich im wesentlich an den vorhandenen Kieferleisten-Aufnahmen. So ergaben sich relativ grosse Gondeln, denen ich einen "Sternmotoren-Lock" verpasste, mit den vorderen Abschlussringen...
18.11.2023

Es gab nur wenige Holzteile zum Fräsen.

20.11.2023

Die 3D-Druckteile waren da schon etwas zeitaufwändiger. Für die Ringe wurden jeweils etwa 4h gedruckt und für die Gondeln selbst waren es fast 15h, pro Stück.

Mit dem Resultat bin ich sehr zufrieden, der Flügelübergang passt (im Bild ist die Gondel etwas nach vorne gerutscht). Den Flügel hatte ich vor 28 Jahren präzise gebaut 

 

21.12.2023

"Leider" passte die Gondel etwas zu genau... Präzise gesagt; ich musste feststellen, dass sich die Gondel nicht mehr montieren liesse, sobald der neue Motorträger auf den vorhandenen Träger festgeklebt ist...
Wie hatte ich das nur übersehen  können bei der Konstruktion...

24.11.2023

Nun eine Lösung habe ich dann doch noch gefunden; den unteren, hinteren Teil habe ich abgetrennt, so dass sie der Rest aufschieben lässt, indem sie etwas schräg angesetzt wird.

26.11.2023

Die Flügelunterseite ist im inneren Teil, auf der Unterseite von der Folie befreit. So können die Servokabel zu den Motorregeln in den Gondeln verlegt werden. Der neue zentrale "RC-Stecker" wird genau so "verdrahtet" wie beim Impellerflügel. Auch wird an der gleichen Stelle eine XT-90 Buchse in den Flügel eingeklebt.

01.12.2023

Die Motoren sind mit ihrem Achskreuz "von Hinten" an den Motorspanten verschraubt.

02.12.2023

Es hat weniger Platz für die Regel, als ich gedacht habe beim konstruieren. Aber am Ende hat doch alles seinen Platz gefunden, so dass die Gondeln montierbar sind, und nichts an der drehenden Motorglocke reiben kann.

02.12.2023

Die Unterseite ist neu Bespannt und die Gondelteile sind bereit für die Montage.

03.12.2023

Gerade so lassen sich die Gondeln aufschieben. Der untere/hintere Teil wird nach dem Aufschieben mit einem Folienscharnier aus Klebestreifen, herunter geklappt.. Zwei Klebestreifen am hinteren Teil fixieren diese "Gondelklappe".

03.12.2023

Die fertig montierte Gondel. Zwei Kunststoffschrauben fixieren die Gondel selbst am Motorträger. Das oberen Ende wird mit Doppelseitigem Klebeband gesichert. Die Gondeln liessen sich gerade so aufschieben, so das die beiden seitlichen Schrauben gar nicht zwingend nötig gewesen wären. Das hintere doppelseitige Klebeband hätte schon ausgereicht.

Der rote Motorring ist mit drei radial angeordneten Schrauben, mit der Gondel verbunden.

03.12.2023

Mit einem 3S1P, 4500 mAh Lipo-Akku wiegt die Pegasus so 2550 Gramm. Das ist etwas mehr als die Impeller-Version, was aber durch den deutlich besseren Wirkungsgrad mehr als kompensiert werden sollte.

Nun heisst es warten, dass der derzeit hoch liegende Schnee wieder verschwindet; dann kann ein erster Testflug erfolgen...

19.12.2023

An diesem Dienstag war es dann soweit, das Wetter war zwischen zwei Regentagen so trocken (und ich hatte etwas Zeit), dass ich einen ersten, kurzen Flug machen konnte.

Die Leistung ist gut ausreichend, der Schwerpunkt etwas weiter hinten als mit dem Impellerflügel (scheinbar) und bei mehr als Halbgas zog die Pegasus deutlich nach oben weg. da muss sicher noch etwas optimiert werden, aber das sollte gut kommen...

28.12.2023

Jetzt ist für jede "Flügelversion" ein eigenes Modell programmiert, so dass in beiden fällen optimal getrimmt werden kann.

28.12.2023

Im Falle des "konventionellen Flügels", wird jetzt ab Halbgas immer etwas mehr Tiefe dazu gemischt, damit das Aufbäumen nicht mehr vorkommt, der Schwerpunkt stimmt nämlich, aber der Motorsturz hätte noch etwas grösser sein können...

28.12.2023

So fliegt die Pegasus, nach nun fast 28 Jahren so gut und leistungsfähig wie noch nie...

28.12.2023

Ich denke dieses Modell wird noch so manche Flugstunde mit mir zusammen "bewältigen" 

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Letzte Aktualisierung: 19. Mai 2024        

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